„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!“ Dieser Auftrag prägt das heutige Evangelium und mit diesem Auftrag bin ich vor fünf Jahren zu euch nach Leinefelde gekommen. Ich möchte in dieser Predigt einen reflektierenden Rückblick auf die gemeinsame Zeit wagen, wie es sich für einen Abschied gehört, und euch zugleich Impulse für die Zukunft mitgeben, wie es einem Pfarreifest gebührt. Ich nehme diese Tasche voller Erfahrungen, Begegnungen und Erinnerungen mit. Drei Bereiche möchte ich besonders beleuchten und euch für die Zukunft ans Herz legen. 1. Die Jugend Der erste Bereich ist der der Jugend, mit dem ich wohl am meisten identifiziert werde. Als Symbol dafür steht dieser Jesus-Wackelkopf, der von einer Ministrantenwallfahrt aus Rom stammt und für manche Leichtigkeit im Glauben bei jungen Menschen steht. Wo ist uns in diesem Bereich das Himmelreich nahegekommen? Positiv: Wenn außenstehende Menschen auf das kirchliche Leben unserer Jugendlichen schauen – über die Med...
„Reiß dich zusammen!“ „Blamier uns bloß nicht…“ Hören Sie das? Diese Stimme… sie meldet sich immer wieder. Leise vielleicht – aber ziemlich hartxpnäckig. Sie hören sie noch nicht? Dann warten Sie mal bis nach dem Gottesdienst. Beim gemütlichen Osteressen. Wenn alle am Tisch sitzen, wenn erzählt wird, wenn man sich gegenseitig anschaut… Dann wird sie sich melden. Ganz unauffällig, von innen heraus: „Mach bloß einen guten Eindruck!“ „Sag jetzt nichts Falsches.“ Und wenn wir ehrlich sind: Ein Großteil unserer Energie geht genau dafür drauf. Brüche verstecken. Uns besser darstellen, als wir sind. Schnell noch lächeln, obwohl es innen anders aussieht. Cool wirken, souverän, unerschütterlich. Wir filtern unser Leben: nach außen geschniegelt und ordentlich – und innen manchmal ziemlich zerkratzt. Die Sozialwissenschaft nennt das „Impression Management“ . Die uralten Schriften der Bibel nennen es: sich verstecken , wie wir gerad in der Genesi...